... was ist das Besondere am Portkatheter ?

 

Um Infusionstherapien im häuslichen Umfeld durchführen zu können, wird zumeist vorher ein Portkatheter implantiert. Dieser wird im Bereich des Schlüsselbeins unter der Haut derart befestigt, dass er ertastet und durch eine spezielle Nadel "punktiert" werden kann.

 

Der Portkatheter ist ein zentralvenöser Zugang. Um Infektionen vorzubeugen, muss die Pflege und Handhabung gemäß den Richtlinien des Robert-Koch Instituts (RKI) aseptisch, d.h. keimfrei, erfolgen. Auf diesen Richtlinien basierend, haben wir einen eigenen Pflegestandard für "ambulante Infusionstherapien mit einem Portkatheter" erstellt und in der Fachpresse veröffentlicht (Pflegen Ambulant  16. Jhg.,1.Teil: Nr 5.05,S.16ff. und 2.Teil:Nr.6.05,S.14ff.).  

Die Gabe von Infusionstherapien erfolgt zumeist über spezielle elektronische Pumpensysteme. Der Vorteil des Einsatzes dieser Pumpen liegt in der höheren Therapiesicherheit. So werden eventuelle Fehlermeldungen oder Komplikationen sofort angezeigt, woraufhin sofort reagiert werden kann.

Im Fall parenteraler Ernährungen (HPE) wird so einem Verschluss des Portkatheters durch die zähflüssigen Lösungen vorgebeugt.

In der parenteralen Schmerztherapie (PCA) kann durch den Einsatz von Pumpen die benötigte Schmerzmittelmenge individuell und flexibel eingestellt werden. Bolusgaben (so nennt man individuelle Einzelgaben) ermöglichen auch die Behandlung von Schmerzspitzen.

 

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